Bekanntgabe

Samstag, 27. April 2013 – Noch 359 Tage bis zur Hochzeit

Am Abend haben der Mann und ich es der Familie mitgeteilt. Dass heißt zuerst einmal dem Nordseemädchen, den Schwiegereltern, der jüngsten Schwägerin und seiner Tante. Der Mann holte unsere „Save the Date“ Karten heraus und sagte wir hätten da eine kleine, eigentlich aber eher große Überraschung mitgebracht. Anschließend überreichte er die Karten. Schon als sie die Karten in der Hand hielten sagte die Schwägerin leise zu ihrer Mutter: „Die heiraten bestimmt“ und der Schwiegervater: „Heiratet ihr!?“. Als sie dann die Karten öffneten sprang mit einem mal das Nordseemädchen aus dem Sessel und rief „Juhu Juhu Juhu sie heiraten – mein Traum geht in Erfüllung“, warf sich auf mich und sagte: „Darf ich das Blumenmädchen sein?“

Die Tante vom Mann freute sich ebenfalls sehr und sagte sofort dass wir ja wissen wer uns die Torte macht (sie hat das gelernt und macht die tollsten Torten). Die Cousine vom Mann (ein halbes Jahr älter als dass Nordseemädchen) wurde vom Nordseemädchen sofort mit als Blumenmädchen eingeplant.

Seine Mutter war erstmal sprachlos, freute sich aber doch sehr und sagte immer wieder dass ich ja dann auch offiziell ihre Schwiegertochter bin inoffilziell bin ich das schon lange der Schwiegervater nahm den Mann und mich erstmal in den Arm und sagte uns auch wie sehr er sich freute. Die Schwägerin fragte sofort ob ich ein Kleid tragen würde und welche Farbe es haben solle.

Alles in allem kam die Nachricht sehr sehr gut an und alle freuten sich.

Sonntag, 28. April 2013 – Noch 358 Tage bis zur Hochzeit

Die ältere Schwägerin und der Schwager waren zu Besuch bei der Schwiegermutter und gemeinsam mit dem Mann kochte der Schwager etwas tolles zuessen. Als wir dann nach dem essen zusammen saßen, der Mann die Save the Date karten schon eine gefühlte Ewigkeit in der Tasche hatte und die Schwiegermutter auch schon ganz aufgeregt war und dauernd fragte: „Wann gebt ihr die Karten endlich?“ drückte der Mann seinen Geschwistern die Karten wortlos in die Hand. Die Schwägerin sagte eher scherzhaft: „Was ist das!? Heiratet ihr?“ – als sie dann die Karten öffneten verstand die Schwägerin zuerst. Sie fing an zu weinen vor Freude und drückte uns feste. Durch sie lernten der Mann und ich uns vor 8 Jahren kennen. Der Schwager konnte es nicht glauben und dachte zuerst die Karte sei ein Scherz. Dann nahm er zuerst den Mann in den Arm, grübelte darüber welches Familienverhältnis er damit nun zu mir hat und sagte: „Herzlichen Glückwünsch Schwägerin“ und nahm auch mich in den Arm. Auch hier wurde es sehr sehr Positiv aufgenommen.

Am Abend fuhren wir dann noch bei meiner Mutter vorbei um ihr die Karte zu überreichen. Ihre Reaktion war am Anfang nicht sehr schön, was wir aber vorher schon wussten da sie vom heiraten nichts mehr hält. Sie sagte auch merhfach dass es nichts mit uns zu tun hat und dass sie uns wünscht dass wir für immer zusammen bleiben. Dann schlug sie vor sie könne mir ein Kleid nähen und bei den Vorbereitungen helfen. Spätestens da war der Schock wohl besiegt. Beim gehen nahm sie uns nochmal in den Arm und sagte zum Mann: „Du bist ja dann jetzt mein Schwiegersohn“.

Mittwoch, 01. Mai 2013 – Noch 355 Tage bis zur Hochzeit

Nun fehlte nur noch meine Oma. Ihr gaben wir die Karte und wussten nicht mit welcher Reaktion wir zu rechnen hatten. Sie las und fragte: „Wollt ihr heiraten?“, als wir es bejahten sagte sie: „Dass ist ja schön, da bin ich mal gespannt!“ – eine viel bessere Reaktion als ich nach der Reaktion meiner Mutter erwartet hatte. Hinterher erfuhr ich dann dass sie meiner Mutter noch sagte dass sie es schön fände da wir ja schließlich lang genug zusammen seien. Ich freue mich sehr darüber dass meine Oma es so positiv aufgenommen hat und hoffe das sie im nächsten Jahr fit genug ist noch dabei sein zu können.

Mein Vater erfuhr es noch nicht. Aus vielen Gründen. Hier muss ich einiges noch überdenken da das Verhältnis immoment etwas gestört ist durch zuviele negative Erlebnisse in der Vergangenheit und ich außerdem das Gefühl habe dass er den Mann als Mitglied der Familie nicht akzeptier(t)en kann.  Auch würde es nicht gut gehen wenn er und meine Mutter zusammen in einem Raum wären da die Scheidung noch nicht all zu lange her ist. Vielleicht erfährt er erst hinterher von der Hochzeit und wir laden ihn schick zum essen ein. Auf der einen Seite möchte ich ihn nicht enttäuschen, auf der anderen Seite ist es mir aber auch wichtig dass der Tag toll wird und ich mich nicht Sorgen muss… Wir werden sehen! Immoment fühlt es sich so jedenfalls erstmal richtig an!

Wir freuen uns jedenfalls dass die Freude über die Hochzeit bei allen vorhanden ist und sich vor allem jeder für uns freut.