2016

Da geht es also nun dahin, das Jahr 2016… Und ich möchte dieses besondere Jahr gerne in einem Rückblick festhalten. 
Im Januar hatten wir den Termin zur Planung der ICSI in der kinderwunschklinik. Ich bekam die Pille verschrieben und sollte sie bis Ende Januar nehmen. Ende Januar fing ich an eine Erkältung zu bekommen. 

Im Februar starteten wir nun mit der ICSI – es lief alles vorbildlich. Nur meine Erkältung lies mich das Bett hüten und nur für die Termine nach draußen gehen. Nebenbei plante ich die babyparty für meine Schwägerin. Als wir Mitte Februar nach der Punktion das Ergebnis „Es konnten leider keine Eizellen gefunden werden“ bekamen brach für mich eine Welt zusammen. Die Ärztin sagte zwar das man im neuen Versuch mit doppelter Dosis auslösen kann und dann garantiert Eizellen hat – für mich war das ein solcher Schlag ins Gesicht das ich mich verkroch und mich mit dem Thema Adoption und Pflegschaft auseinander setzte. Ich brauchte einen Plan B, denn für mich stand fest: Auch die nächste ICSI wird so ablaufen. Nachdem ich nach ein paar Tagen neuen mut und neue Hoffnung gefunden hatte, außerdem die Zustimmung von Mann für einen Beratungstermin beim Jugendamt schaffte ich es doch zur babyparty zu gehen. Vorher erschien mir dies unmöglich. 

Im März startete dann also Versuch Nummer zwei. Die Punktion fiel genau in unseren Urlaub in welchem wie geplant hatten unser Wohnzimmer zu renovieren. Gut, Ablenkung ist sicher super. Vor allem wenn es so ausgeht wie letztes Mal. Es lief wieder einmal alles sehr gut und diesmal löste ich mit der doppelten Menge den Eisprung aus. Als nach der Punktion die Ärztin zu mir in den aufwachraum kam und mir mitteilte dass 13(!) Eizellen punktiert werden konnten. Ich musste direkt nochmal nachfragen weil ich es nicht glauben konnte. Als ich am nächsten Tag anrief erfuhr ich dass sich vier bzw sechs haben befruchten lassen und wir am 26.3. zum Transfer kommen sollten. Und so bekamen wir dann 2 wunderschöne 8-Zeller zurück. Einen Tag darauf feierten wir gemeinsam Ostern und einen weiteren Tag später den Geburtstag von Nordseemädchen. Danach musste ich wieder arbeiten und nahm das Nordseemädchen mit. 

Der April startete mit der Nachricht dass sich mein Patenjunge auf den Weg gemacht hat. Ich fuhr nach der Arbeit zu dm und machte einen Großeinkauf für eine windeltorte. Gemeinsam mit dem Mann bastelte ich also meine erste windeltorte. Einen Tag später – an Punktion +10 – machte ich einen schwangerschaftsstest und sah den Hauch einer Linie, welche nach dem trocknen deutlicher wurde. Ich glaubte an Rest hcg und nicht daran das es geklappt haben könnte. Die Tests der nächsten Tage – und letztendlich der bluttest zeigten: Es hat geklappt. Das war der Moment auf den wir jahrelang gewartet hatten. Im April sahen wir das erste mal eine fruchthöhle und ein schlagendes Herz im Ultraschall. Im April hatte ich einen Autounfall und wahnsinnige Angst ums Baby – der Ultraschall zeigte: Alles gut – aber da ist ja noch eine fruchthöhle. Eine Woche später, Ende April, stand fest: Wir bekommen Zwillinge! Zwei schlagende Herzen!!! Es war alles perfekt!!! Außerdem wurde an dem Tag an dem wir das Ergebnis vom bluttest bekamen unser Neffe geboren. Zufall, Schicksal? Wer weiß…aber DAS war einer der schönsten Tage in meinem Leben. 

Im Mai fuhren wir ans Meer und kauften die ersten Teile für die Babys ein. Auch hatte ich im Mai plötzlich eine wahnsinnig starke Blutung mitten in der Nacht und war mir fast sicher das es das war mit der Schwangerschaft. Wir fuhren mitten in der Nacht ins Krankenhaus. Der Ultraschall zeigte: Zwei schlagende Herzen. Eventuell ein Hämatom aber es gab nicht wirklich eine eindeutige Ursache für die Blutung. Glücklich und voller Sorge fuhren wir nachhause. Ich lag ab da viel im Bett und hatte noch einige Zeit schmierblutung mit altem Blut. Einmal noch eine etwas stärkere – da war ich dann aber etwas entspannter als beim ersten Mal. Auch kauften wir unseren Kinderwagen Ende Mai. Nachdem die Blutung besser wurde und im Ultraschall alles in Ordnung war. 

Anfang Juni startete ich in die 13.ssw und hatte damit die kritische Zeit hinter mir. Ich setzte alle Medikamente die ich wegen der ICSI nahm ab und das Geschmiere hörte auf. Wir gingen zum ersten Mal Klamotten für die Minis kaufen und bauten die Wickelkommode auf. Auch erfuhren wir dass wir zumindest einen Jungen bekommen (beim zweiten Baby wollte der Frauenarzt sich nicht festlegen, tendierte aber zum jungen) 

Im Juli hatte das Nordseemädchen Sommerferien. Wir fuhren gemeinsam mit ihrer Freundin an die Nordsee und verbrachten dort eine entspannte Woche. Ich ging, mit Erlaubnis des Arztes, im Meer schwimmen. Nach ewigkeiten endlich mal wieder. Und es tat so gut. Im Juli spürte ich auch zum ersten Mal Bewegungen. Was vorher eher wie Luft im Bauch war war nun ganz eindeutig. Die Babys meldeten sich. Es gab nichts schöneres für mich. Ende Juli bekamen wir das zweite outing: zu unserem Jungen werden wir ein Mädchen bekommen. Ich hatte Tränen in den Augen. Denn von Anfang an hatte ich genau das im Gefühl gehabt. Innerhalb von fünf Minuten nach diesem outing standen die Namen fest. 

Der August stand im Zeichen des Kinderzimmers. Während das Nordseemädchen auf Ferienfreizeit war renovierten wir das zukünftige Zimmer der Minis. Wir suchten Tapete aus und es wurden die Betten aufgebaut. Es war perfekt. Als das Nordseemädchen wieder kam war sie ganz verzückt von dem babyzimmer.  

Der September begann mit einer Ultraschall Untersuchung die und viele weitere eingebracht hat. Ende September musste ich dann in der 30.ssw für die Lungenreifespritze ins Krankenhaus. Das ist dann der Teil der Schwangerschaft den ich gern streichen würde – aber auch das war erträglich und alle Werte verbesserten sich. 

Im Oktober durfte ich dann noch einmal nachhause unter ambulanter Betreuung des Krankenhauses. Die Schwägerin bereitete eine wundervolle babyparty vor und ich genoss es einfach zuhause zu sein. Umso mehr der Oktober sich dem Ende zuneigte umso größer wurde meine Sorge dass die Zwerge am Geburtstag des Mannes kommen würden. Im Oktober wurde außerdem der Termin für den Kaiserschnitt festgelegt. Damit stand fest dass unsere Babys im November das Licht der Welt erblicken würden. Wir machten noch ein babybauchshooting um eine bleibende Erinnerung zu haben. 

Dann war er da. Der November. Wir feierten mit der gesamten schwiegerfamilie noch den Geburtstag vom Mann. Machten einen Gipsabdruck vom Bauch. Und genossen die Zeit sehr. Wir gingen noch einmal, gemeinsam mit dem Nordseemädchen essen und verbrachten Zeit mit ihr. Nach der Geburt würde alles anders werden aber sie sollte nie das Gefühl haben das sie deshalb nicht mehr wichtig ist. Dann war er da, der Tag an dem unsere Babyszur Welt kommen würden. Wir fuhren morgens ins Krankenhaus und es dauerte gar nicht so lange wie gedacht bis es los ging. Die Geburt war, trotz des Kaiserschnittes und der Tatsache dass sie als Frühchen in der 36.ssw zur Welt kommen, wundervoll. Es war der schönste Tag in meinem Leben – der Tag von dem ich dachte dass ich ihn niemals erleben würde. Es war wundervoll. Nach vier Tagen bekamen die Minis und ich ein Mutter-Kind-Zimmer und hatten ganz viel Zeit und kennen zu lernen. 

Anfang Dezember wurden wir entlassen und genießen seitdem dass Familienleben. Die Minis sind toll und der Mann ist der beste Vater den ich mir wünschen kann. Mein Körper leistet Höchstarbeit wenn ich an den Schlafmangel usw denke und auch sonst habe ich Erfahrungen gemacht die mich weiter gebracht haben und aus mir einen anderen Menschen gemacht haben. 

Rückblickend war es ein tolles Jahr. Vielleicht hatte alles einen Grund und es musste so sein. 2016 – das Jahr in dem vier wundervolle neue Menschen zur Welt kamen.  Zwei davon haben unser Leben auf den kopf gestellt, uns Erfahrungen machen lassen von denen wir nie geglaubt hätten das wir sie machen, haben uns einiges an sorgen aber noch mehr an Freude beschert, haben mir gezeigt das es Gefühle gibt die ich vorher so noch nicht kannte. Ich wurde 2016 Patentante, Tante und Mutter. Wir haben drei Kinder zuhause. Ich würde sagen 2016 war der Knaller! Danke dafür liebes Universum! 

1 Monat

Einen Monat seit ihr nun schon hier ihr zwei Wunderwesen. Ihr macht uns komplett und unendlich glücklich. Ihr zaubert uns jederzeit ein Lachen ins Gesicht und bringt soviel Freude ins Haus.

Man merkt wie ihr langsam immer wacher und aufmerksamer werdet. Ihr wachst und dass nicht zu langsam. Mittlerweile trinkt ihr teilweise 100ml – der minimann sogar bis zu 120ml – ihr meldet euch etwa alle vier Stunden. Und dann hat man die Flasche am besten schon 5 Minuten vorher fertig. Ihr bekommt nach wie vor abgepumpte Muttermilch. Darauf bin ich sehr stolz, denn die Umstände waren nicht immer einfach und es fehlte oft die Zeit zum abpumpen – zumindest im Krankenhaus. 

Mit einem Monat trägst du lieber O. noch Größe 50, welche aber langsam eng wird und so ziehen wir oft schon die 56 an. In Größe 46 hast du genau einen Tag gepasst. M. du trägst immer öfter Größe 50, nachdem dir zuerst sogar 42 gepasst hat, hast du dann länger 46 getragen – aber auch da man merkt es wird eng. Ihr werdet groß. 

Schlafen tut ihr beide wahnsinnig gut. Seit drei Tagen etwa stört es euch jedoch wenn der andere meckert oder anfängt zu schreien. Dann müssen wir ganz schnell sein damit ihr nicht beide wach seid. M. dir hilft es gepuckt zu werden denn deine Ärmchen stören dich beim einschlafen sehr wenn sie in der Luft rudern. Seit wir den swaddleme von eurem Cousin bekommen haben schläfst du viel ruhiger und entspannter. Vor allem schläfst du auch schneller ein. Deine Bauchschmerzen die du vor einer Woche hattest hingen wohl mit der Nahrungsumstellung im krankenhaus zusammen und sind viel besser geworden. Worüber ich sehr froh bin, denn zu sehen wie du dich quälst ist das schlimmste für mich. Ich würde dir dann am liebsten alles abnehmen aber ich kann nur helfen und dich unterstützen und versuchen dir die Situation angnehmer zu machen. 

Im ersten Monat habt ihr euer erstes nikolausfest erlebt. Etwas davon mitbekommen habt ihr nicht wirklich aber es war trotzdem etwas besonderes und eine Kleinigkeit für euch gab es natürlich auch 🙂 

Dass Nordseemädchen ist die stolzeste „große Schwester“ die es gibt. Sie liebt euch zwei schon jetzt so abgöttisch und würde wohl alles für euch tun. Genau wie wir. Ein Leben ohne euch ist undenkbar geworden. Es ist als wäret ihr schon immer hier gewesen. Ihr gehört dazu. Seit nicht mehr weg zu denken. Seid ein Teil von uns. Für immer und ewig. Ich liebe euch! Wir lieben euch!